Neue Publikation: Prozessregelung für Plasma Metal Deposition stärkt industrielle Einsatzfähigkeit

02. March 2026

Titelseite einer wissenschaftlichen Veröffentlichung auf ScienceDirect mit dem Titel „Consistent layer height in plasma metal deposition by adjusting wire feed“, veröffentlicht im Rahmen der CIRP-Konferenz 2025.

Neue Publikation: Prozessregelung für Plasma Metal Deposition stärkt industrielle Einsatzfähigkeit

Plasma Metal Deposition (PMD) gewinnt in der industriellen additiven Fertigung zunehmend an Bedeutung. Im Rahmen des von ecoplus betreuten und von der FFG geförderten Projekts Ad‑Proc‑Add‑2 haben Forschende des IFT gemeinsam mit dem Unternehmen SBI untersucht, wie sich PMD‑Prozesse ohne aufwändige externe Sensorik stabilisieren lassen. Die Ergebnisse wurden in der Publikation von Maier et al. (2025) vorgestellt.

Die Studie zeigt eine einfache, aber wirkungsvolle Regelungsstrategie: „In diesem Paper wird ein Verfahren vorgestellt, mit dem diese Abweichungen durch eine automatische Anpassung des Drahtvorschubs ausgeglichen werden können.“ (aus dem Englischen übersetzt)

Weiters heißt es: „Experimentelle Ergebnisse zeigen, dass die vorgeschlagene Steuerung der Schichthöhe die Prozessstabilität deutlich verbessert und die PMD-Technologie dem Ziel einer additiven Fertigung nach dem Prinzip „First Time Right“ einen Schritt näherbringt.“ (aus dem Englischen übersetzt)

Warum das für Additive for Mobility (A4M) relevant ist

  • First‑Time‑Right für Großbauteile: Konstante Schichthöhen reduzieren Ausschuss und Nacharbeit bei Struktur‑ und Reparaturbauteilen.
  • Sensorbasierte, datengetriebene Regelung: Die Methode nutzt Spannungsmessungen aus der Schweißstromquelle und erlaubt schnelle Korrekturen ohne komplexe Pfadänderungen.
  • Einfache Implementierung: Das Konzept läuft auf einem Edge‑Device mit Roboterschnittstelle; umfangreiche Hardware‑Umbauten sind nicht nötig.
  • Skalierbarkeit: Dynamische Drahtzufuhr ist ein praktikabler Hebel, um PMD‑Prozesse in OEM‑Umgebungen zuverlässiger zu machen.

Die im Rahmen von Ad‑Proc‑Add‑2 entwickelten Ansätze werden derzeit in die von SBI vertriebenen Schweißstromquellen integriert – ein gelungenes Beispiel für den Transfer von Forschungsergebnissen in die industrielle Praxis. Wir danken SBI (insbesondere Matthias Inhauser und Johannes Niedermayer) sowie ecoplus (Benjamin Losert) für die enge Zusammenarbeit und Unterstützung.

Weiterführende Informationen

Die Publikation von Maier et al. ist in Procedia CIRP (Band 134, 2025) erschienen und dokumentiert die experimentellen Untersuchungen sowie das implementierte Regelungskonzept ausführlich.

Die Veröffentlichung kann hier abgerufen werden: Link

Wir werden die Erkenntnisse in A4M weiterverwerten, insbesondere im Hinblick auf robuste Prozessketten, datengetriebene Qualitätsstrategien und die industrielle Skalierung hybrider Fertigungsverfahren. Weitere Updates folgen auf unserer Projektseite.